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die Solidarität der DDR mit dem palästinensischen Volk war im Allgemeinen bekannt, oft waren es Studenten, aber auch zur Berufsausbildung kamen junge Palästinenser in unser Land. Eher unbekannt ist, dass dies auch in Staßfurt geschah. Diese Seite möchte einen kleinen Rückblick darauf bieten, außerdem schildere ich die Eindrücke meiner Reisen nach Syrien und Ägypten, die auschließlich auf Einladungen meiner Freunde erfolgten.








Ausbildung für Palästinenser in Staßfurt

Im Jahre 1989 kam eine kleine Gruppe palästinensischer Jugendlicher aus Syrien und dem Libanon, um im ehemaligen Staßfurter Fernsehgerätewerk eine Ausbildung zum Funkmechaniker aufzunehmen. Grundlage dafür waren solidarische Unterstützungen der DDR für das palästinensische Volk, welche in Abkommen der DDR- Regierung mit der PLO getroffen wurden. In den Ländern Syrien und Libanon, in denen zahlreiche palästinensische Flüchtlinge bis heute leben, fanden Auswahlverfahren zur Findung geeigneter Jugendlicher für eine Berufsausbildung in der DDR statt. Nach der Einreise der so zusammengestellten 10- köpfigen Gruppe in die DDR im Frühjahr des Jahres 1989 erlernten sie zunächst in einem kurzen Kurs die deutsche Sprache in Neubrandenburg. Nach einem halben Jahr, zu Beginn des sogenannten Wendeherbstes, kamen sie nach Staßfurt und fanden im Lehrlingswohnheim des Fernsehgerätewerkes ihre Heimstatt. Bedingt durch die Wirren des politischen Umbruches in der DDR konnten nicht alle Jugendlichen diese Berufsausbildung abschließen und die Meisten von ihnen kehrten im Jahre 1991 in ihre Heimatländer zurück.

Gleich zu Beginn ihres hiesigen Aufenthaltes lernte ich Mohammed Al- Sahli aus Syrien sowie Jalal Abdulkarim aus dem Libanon kennen. Wir waren schließlich ungefähr im selben Alter, und mit Mohammed Al- Sahli habe ich zudem am gleichen Tag Geburtstag. Etwas später kam noch Rashid Ayub in den Kreis meiner arabischen Freunde, der, ebenfalls in meinem Alter, aus Syrien stammt und in Magdeburg sein neues Zuhause gefunden hat. Mohammed Al- Sahli und Jalal Abdulkarim gingen während der Zeit ihrer Ausbildung in Staßfurt familiäre Bindungen ein und fanden somit in Deutschland eine neue, zweite Heimat.



Mohammed Al- Sahli
aus Staßfurt
Jalal Abdulkarim
aus Staßfurt
Rashid Ayub
aus Magdeburg






Bilder aus Damascus aus dem Jahre 2010


Überfahren Sie die kleinen Bilder mit der
Maus, sie erscheinen dann links größer.
in der Paulskirche
Stadtmauer an der Paulskirche
im Stadtzentrum
im Stadtzentrum
im Stadtzentrum am Busbahnhof
in der Paulskirche
im Stadtzentrum am Hauptbahnhof
im Hauptbahnhof
am Souk al Hamadiya
der Hauptbahnhof
Katholische Kirche im Stadtzentrum
in der Kirche von Daraya
an der Universität
am Busbahnhof
Ansicht von der Brücke am Busbahnhof




Reisebericht: Ägypten 2017 (nach Cairo)

Im Herbst des Jahres 2016 beschlossen Mohamed Hamed, der sich gerade im Rahmen einer Fortbildung in Staßfurt aufhielt, und ich, dass wir uns wenige Monate später in seinem Heimatland Ägypten treffen werden. Im Frühjahr des Jahres 2017 setzten wir dann den Plan in die Tat um und ich brach zu einer Reise nach Ägypten auf. Bereits der abendliche Landeanflug auf Cairo zeigte die beindruckenden Ausmaße dieser Stadt. Ein Lichtermeer war zu sehen, welches sich bis zum Horizont erstreckte. Mohamed hatte für die Dauer meines Aufenthaltes ein Programm ausgearbeitet, um mir so viel wie möglich von seiner Heimat zu zeigen, dazu gehörten selbstverständlich die Pyramiden von Giza, die Altstadt von Cairo, der Cairo - Tower, ganz besonders beeindruckend war das Ägyptische Museum mit seinen Mumien und den Zeugnissen vergangener Jahrtausende. Sehenswert ist der Nil sowie der Basar mit zahllosen Händlern, es gab dort wirklich alles, was man sich vorstellen kann. Außerdem besuchten wir Alexandria mit seiner berühmten Zitadelle sowie die Heimatstadt Mohameds, Al Mansoura. Von Mohamed und seiner Familie wurde ich bestens verpflegt, unvergessen im positiven Sinne bleibt mir auch das heimliche Nationalgericht Koschari, dass ich unbedingt probieren sollte. Unbedingt erwähnen möchte ich meinen Freund Baraa, der aus Syrien zum Studium nach Cairo gezogen ist und den ich endlich im Zusammenhang mit dieser Reise treffen konnte. Auch wir beide unternahmen ausgedehnte Spaziergänge durch Cairo und Restaurantbesuche, zwei Tage verbrachte ich in seinem Haus. In einem Seminar konnte ich mich mit einigen jungen Ägyptern unterhalten, übrigens auf Deutsch, da sie einen Kurs zum Erlernen der deutschen Sprache besuchen.
Es war eine wunderbare Reise, für die ich mich ganz herzlich besonders bei Mohamed und Baraa für ihre Gastfreundschaft, und bei meinen vielen anderen ägyptischen Freunden bedanken möchte. Es wird mit Sicherheit eine Wiederholung erfolgen!

Die folgenden Bilder liefern einige Eindrücke meiner Ägypten- Reise im Jahre 2017:




Der Fernsehturm Cairo, 187 Meter hoch, 1961 erbaut


Die Pyramiden von Giza, jahrtausende alte Zeugnisse einer Hochkultur



Die Zitadelle von Alexandia am Mittelmeer


Die hängende Kirche in Cairo



In der Altstadt von Cairo, selbst nachts mit wunderschönen Motiven


Ein Geschäft mit meinem Namen, auch das gibt es in Cairo zu finden.







Reisebericht: Syrien 2010 (nach Damascus)

2010 reiste ich ein zweites Mal, nun zusammen mit Mohammed Al- Sahli, seiner Frau und seinen Kindern nach Syrien in das Haus seiner Eltern und Geschwister in Damascus. Es waren wieder schöne Wochen, in denen ich die arabische Gastfreundlichkeit in vollen Zügen genoss. Deutlich waren die Unterschiede zu sehen: während sich 1995 die Wohnsiedlung meiner Gastgeber in Kadseya, einem Vorort von Damascus, noch im Bau befand, war nun ein gewaltiger neuer Stadtteil entstanden. Auch in der Altstadt von Damascus waren viele Veränderungen zum Positiven zu erkennen. Der etwa um 1990 angelegte Tishreen- Park hat sich zu einer wunderbaren grünen Oase entwickelt, der gern von Familien mit Kindern oder auch den vielen in der Stadt lebenden Studenten aufgesucht wird. Typisch orientalisches Treiben herrscht auf dem Souk al Hamadiya im Zentrum der Altstadt, an dessem Ausgang sich die Anlagen der Omajaden- Moschee, der größten Moschee in Damascus, anschließen. Sehenswert sind neben den zahlreichen islamischen Gotteshäusern auch die vielen Kirchen der Stadt. In Syrien leben Christen und Muslime friedlich miteinander. Ein besonderes Bauwerk ist auch der Bahnhof in Syriens Hauptstadt, welcher an der Bahnstrecke Damascus- Aleppo, einer Zweigstrecke der Bagdadbahn, sich befindet. Erstaunlich ist immer wieder, dass es in dem chaotischen Straßenverkehr fast nie zu Unfällen kommt. Besonders flexibel ist der öffentliche Personennahverkehr, der in Damascus fast ausschließlich mit privat betriebenen Linien und unter Einsatz von Kleinbussen befahren wird. Die folgenden Bilder liefern einige Eindrücke meiner zweiten Syrien- Reise im Jahre 2010:




Die Aufnahme entstand im Tishreen- Park in Damascus, einer wunderschönen grünen Oase mitten in der Großstadt.


Die heutige Kirche von Daraya, einem Vorort von Damascus. Hier begann das Damascuserlebnis des Apostel Paulus in Form der Lichterscheinung des auferstandenen Jesus.



Das Saladin- Denkmal in der Altstadt von Damascus, in unmittelbarer Nähe befindet sich die Grabstätte dessen.


Der Aufbewahrungsort des Schädels vom Täufer Johannes in der Omajaden- Moschee in Damascus.



Die Paulskirche von Damascus. An dieser Stelle wurde Paulus aus der Stadt gebracht. Das Bild zeigt eine Innenaufnahme des Heiligtumes.


Mit Mohammeds Vater Abu Nabil im Wohnzimmer der Familie Al- Sahli.



Einige Zeit weilte ich auch bei den Eltern und Geschwistern meines Freundes Rashid Ayub, die ebenfalls in Damascus wohnen. Hier eine Aufnahme mit seinem Vater sowie Rashids Bruder Mahmud.


Mit Mohammeds Bruder Shadi Ahmed Al- Sahli R.I.P. auf der Treppe der Paulskirche.



Den besten Ausblick hat man von oben! Mit Samer Al- Sahli auf dem Dach seines Wohnhauses.


Die Zufahrt zum Hause meiner Gastgeber mit einer Steigung, welche für manchen PKW ein Problem darstellt.







Reisebericht: Syrien 1995 (nach Damascus)

Im Jahre 1995 lud mich Mohammed Al-Sahli zum ersten Mal in sein Heimatland Syrien in die Hauptstadt Damascus ein. Diese Einladung nahm ich dankend an und erlebte so hautnah das orientalische Leben. Es ist schon anders, direkt in einer arabischen Familie zu leben, als dass man alles nur aus dem Hotelfenster oder aus Touristenbussen sieht. Und Damascus, eine der ältesten und durchgehend besiedelten Städte der Welt, ist wirklich eine Reise wert. Außerdem kann ich die oft erwähnte arabische Gastfreundlichkeit nur bestätigen. Wunderbar waren auch unsere Ausflüge, meine Gastgeber scheuten keine Mühen, mir so viel wie möglich zu zeigen. Wir besichtigten die Stadt Aleppo im Norden des Landes, deren Antlitz in einigen Vierteln eher einer deutschen Stadt als einer Orientalischen gleicht. Des Weiteren besuchten wir Tartous und Latakia am Mittelmeer, Homs und Hama, etwa in der Mitte zwischen Damascus und Aleppo gelegen sowie Maalula, wenige Kilometer nordöstlich von Damascus entfernt. Maalula ist ein hochinteressanter Ort, es gibt hier eine Kirche, die eine der Ältesten oder sogar die Älteste der Welt ist, sowie ein Kloster. Spektakulär sind die Berge, die Maalula umgeben. Von fast senkrechten Felswänden ist der Ort eingeschlossen, Wege führen durch tiefe und enge Schluchten. Ein weiteres Reiseziel war der Besuch einer Schwester Mohammeds in Daraa an der jordanischen Grenze. Ich verbrachte damals wirklich erlebnisreiche Wochen in Syrien, die mir heute noch in guter Erinnerung sind. Die nun folgenden Bilder entstammen meiner ersten Syrien- Reise im Jahre 1995. Die Abbildungen wurden noch mit einem herkömmlichen Fotoapparat aufgenommen:




Der Vater von Mohammed Al-Sahli, Abu Nabil, links im Bild


Die Umgebung meiner Gastgeber in Damascus



Die berühmte Omajaden-Moschee in Damascus. Hier ruht Schädel des Täufer Johannes, dem Stadtpatron meiner Heimatstadt Staßfurt.


Links im Bild der Bruder Samer Al-Sahli, zweiter von links Gehad Al-Ismail. In Tartous während eines Stadtrundganges.





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